Lernportal für angehende FachinformatikerAdministration
Prüfungsvorbereitung für die schriftliche Abschlussprüfung Teil 1 · Kapitel 03

Einen IT-Arbeitsplatz konfigurieren und testen und dabei die Bestimmungen und die betrieblichen Vorgaben zum Datenschutz, zur IT-Sicherheit und zur Qualitätssicherung einhalten

Fortschritt wird geladen …
Am ZPA-Prüfungskatalog ausgerichtetStand: 5. August 2026

Nach Beschaffung und Bereitstellung wird der IT-Arbeitsplatz nach einem dokumentierten Plan installiert, konfiguriert und geprüft. Dabei müssen technische Funktion, IT-Sicherheit, Datenschutz und Qualitätssicherung gemeinsam betrachtet werden.

Installation vorbereiten

Vor Beginn werden Soll-Konfiguration, benötigte Installationsmedien, Lizenzen, Zugangsdaten, Netzparameter und betriebliche Vorgaben geprüft. Bei bestehenden Geräten gehört eine Datensicherung beziehungsweise ein abgestimmter Rückfallweg zur Vorbereitung.

  • Hardware auf Vollständigkeit und sichtbare Schäden prüfen
  • Firmware-, Betriebssystem- und Treibervorgaben festhalten
  • Partitionierung, Dateisystem und Netzwerkanbindung planen
  • Benutzer-, Rechte- und Softwarekonzept vorbereiten
  • Abnahmekriterien und Testfälle vor der Umsetzung festlegen

Arbeitsplatz konfigurieren

1. Grundsystem

Hardware anschließen, BIOS/UEFI prüfen und Betriebssystem entsprechend den Vorgaben installieren.

2. Netzwerk

IPv4/IPv6, DHCP oder feste Parameter, DNS, WLAN beziehungsweise LAN und gegebenenfalls VPN konfigurieren.

3. Anwendungen

Freigegebene Software, Lizenzen, Updates und benötigte Datenzugriffe einrichten.

4. Benutzerumgebung

Konten, Rechte, Drucker, Laufwerke, Ergonomie- und Barrierefreiheitsoptionen konfigurieren.

5. Dokumentation

Abweichungen, eingesetzte Versionen und relevante Einstellungen nachvollziehbar festhalten.

IT-Sicherheit und Datenschutz umsetzen

Schutzmaßnahmen leiten sich aus Schutzbedarf, Risiken und betrieblichen Vorgaben ab. Die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit helfen bei der Begründung. Technische, organisatorische und personelle Maßnahmen ergänzen sich; ein einzelnes Sicherheitsprodukt genügt nicht.

BereichBeispiele am Arbeitsplatz
Zugangindividuelle Konten, angemessene Rechte, Mehrfaktor-Authentifizierung
SystemschutzUpdates, Malware-Schutz, Firewall, abgesicherte Konfiguration
DatenVerschlüsselung, Backup, geregelte Ablage und Löschung
OrganisationRichtlinien, Zuständigkeiten, Freigaben und Sensibilisierung

Testen und Qualität sichern

Ein Testprotokoll verbindet Anforderung, Prüfschritt, erwartetes Ergebnis und tatsächliches Ergebnis. Neben einem Funktionstest gehören Sicherheits-, Rechte-, Netzwerk- und Wiederanlauftests dazu, soweit sie für den Arbeitsplatz vorgesehen sind. Mängel werden reproduzierbar beschrieben und nach der Behebung erneut geprüft.

Der PDCA-Zyklus ordnet Qualitätssicherung als Planen, Umsetzen, Prüfen und Verbessern. Zertifizierung oder eine Norm ersetzt dabei nicht den konkreten Nachweis, dass der eingerichtete Arbeitsplatz die vereinbarten Anforderungen erfüllt.

TestfallErwarteter Nachweis
Anmeldungvorgesehener Benutzer erhält nur die freigegebenen Rechte
FachanwendungStart, Kernfunktion und Datenzugriff funktionieren
Netzwerkerforderliche Ziele sind erreichbar; Namensauflösung funktioniert
SicherungSicherungsstatus und gegebenenfalls Wiederherstellung sind geprüft

Fehler systematisch eingrenzen

  • Fehlerbild und Rahmenbedingungen aufnehmen
  • Soll- und Ist-Zustand vergleichen
  • eine begründete Hypothese bilden und gezielt prüfen
  • Änderungen einzeln durchführen und Wirkung kontrollieren
  • Ursache, Maßnahme und Ergebnis dokumentieren
  • bei Bedarf Rückfallweg nutzen oder gemäß Eskalationsweg weitergeben
Einen IT-Arbeitsplatz konfigurieren und testen und dabei die Bestimmungen und die betrieblichen Vorgaben zum Datenschutz, zur IT-Sicherheit und zur Qualitätssicherung einhalten | Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes