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Prüfungsvorbereitung für die schriftliche Abschlussprüfung Teil 1 · Kapitel 02

Hard- und Software auswählen und ihre Beschaffung einleiten

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Am ZPA-Prüfungskatalog ausgerichtetStand: 5. August 2026

Aus den bestätigten Anforderungen wird eine passende Kombination aus Hardware, Software und Dienstleistungen ausgewählt. In der Prüfung zählt nicht die teuerste Lösung, sondern eine nachvollziehbare Entscheidung, die Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Nutzungsdauer, Barrierefreiheit und betriebliche Vorgaben gemeinsam berücksichtigt.

IT-Systeme bedarfsgerecht zuordnen

Je nach Einsatz kommen Desktop-PC, Notebook, Thin Client, Tablet oder ein virtueller Desktop infrage. Hinzu kommen Peripherie, Netzwerkzugang, Betriebssystem, Anwendungen und gegebenenfalls Cloud-Dienste. Die Auswahl beginnt immer beim Einsatzzweck und nicht bei einem einzelnen Produktmerkmal.

EinsatzTypische Kriterien
Stationärer BüroplatzErgonomie, leiser Betrieb, mehrere Bildschirme, standardisierte Verwaltung
Mobiler ArbeitsplatzAkkulaufzeit, Gewicht, Docking, WLAN, Geräteschutz
Entwicklung oder MedienCPU-/GPU-Leistung, Arbeitsspeicher, Datenträger, benötigte Schnittstellen
Thin Client / VDINetzabhängigkeit, zentrale Bereitstellung, Peripherieunterstützung, Lizenzierung

Leistungsfähigkeit sinnvoll bemessen

Kenngrößen werden im Zusammenhang bewertet: CPU, RAM, Massenspeicher, Grafik, Netzwerk und Peripherie müssen zur Anwendung passen. Überdimensionierung erhöht Anschaffungs- und Energiekosten, Unterdimensionierung beeinträchtigt Arbeitsabläufe und Nutzungsdauer. Auch Übertragungsraten, Datenmengen, Stromverbrauch und Wirkungsgrad können Gegenstand von Berechnungen sein.

  • Mindest- und empfohlene Systemanforderungen unterscheiden
  • Engpässe des gesamten Systems statt einzelner Spitzenwerte betrachten
  • Erweiterbarkeit und erwartete Nutzungsdauer einplanen
  • Barrierefreiheit und ergonomische Anpassungen berücksichtigen

Software und Lizenzmodell auswählen

Bei Software werden Funktionsumfang, Kompatibilität, Wartbarkeit, Schnittstellen und Support geprüft. Standard- und Individualsoftware, Open Source und proprietäre Software sowie lokale Installation und Cloud-Dienst sind keine pauschalen Qualitätsstufen, sondern unterschiedliche Bereitstellungsmodelle.

Lizenzbedingungen bestimmen, wer die Software auf welchen Geräten und in welchem Umfang verwenden darf. Begriffe wie EULA, OEM, GNU-Lizenzen oder Pay-per-Use müssen im jeweiligen Sachverhalt eingeordnet werden.

KriteriumPrüffrage
FunktionDeckt die Software alle Muss-Anforderungen ab?
IntegrationPasst sie zu Betriebssystem, Datenformaten und vorhandenen Schnittstellen?
LizenzSind Nutzerzahl, Gerätezahl und Nutzungsart abgedeckt?
BetriebWer übernimmt Updates, Datensicherung, Support und Verfügbarkeit?

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit vergleichen

Neben dem Kaufpreis gehören laufende Lizenz-, Betriebs-, Energie-, Support- und Finanzierungskosten in den Vergleich. Bei gleicher Eignung kann ein Preisvergleich genügen; bei unterschiedlich gewichteten Kriterien ist eine Nutzwertanalyse geeignet. Ökologische Aspekte umfassen insbesondere Energieverbrauch, Reparierbarkeit, Nutzungsdauer und Recyclingfähigkeit.

  • Anschaffungskosten und laufende Kosten getrennt ausweisen
  • Kauf, Leasing, Finanzierung und nutzungsabhängige Modelle vergleichbar machen
  • qualitative Kriterien nicht ohne Begründung in Geldwerte umwandeln
  • Wertschöpfung und Nutzen der Lösung dem Aufwand gegenüberstellen

Beschaffung einleiten

1. Kriterien festlegen

Muss-Anforderungen, Bewertungskriterien, Menge, Termin und Budget dokumentieren.

2. Angebote einholen

Vergleichbaren Leistungsumfang einschließlich Zubehör, Lizenzen und Service anfragen.

3. Angebote prüfen

Spezifikationen, Konditionen, Lieferzeit, Gewährleistung und Folgekosten vergleichen.

4. Auswahl begründen

Entscheidung auf Bedarf, Wirtschaftlichkeit und betriebliche Vorgaben zurückführen.

5. Bestellung vorbereiten

Freigaben, Bestellweg und Dokumentation nach betrieblichem Prozess einhalten.

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