Die Abschlussdokumentation
Die Abschlussdokumentation zeigt dem Prüfungsausschuss, wie der Projekt der Datenanalyse geplant, fachlich entschieden, umgesetzt, geprüft und bewertet wurde. Sie ist kein Benutzerhandbuch und keine Sammlung von Bildschirmfotos, sondern der nachvollziehbare Nachweis der eigenen beruflichen Handlungskompetenz.
Fachkompetenz der Daten- und Prozessanalyse sichtbar machen
Im Mittelpunkt steht eine betriebliche Fragestellung, die durch die Analyse von Prozessen und geeigneten Daten beantwortet wird. Daten werden rechtmäßig identifiziert, klassifiziert, modelliert, auf Qualität geprüft und mit passenden statistischen oder mathematischen Verfahren ausgewertet. Das Ergebnis muss zu nachvollziehbaren Optimierungsmöglichkeiten führen.
| Leistungsbereich | Geeigneter Nachweis |
|---|---|
| Fragestellung | Prozessmodell, Zielgröße, Hypothesen, Stakeholder und klare Abgrenzung |
| Datenbasis | Quellenkatalog, Berechtigungen, Klassifikation, Datenmodell und Qualitätsprofil |
| Aufbereitung | Reproduzierbare Transformationsschritte, Umgang mit fehlenden Werten und Plausibilitätsregeln |
| Analyse | Begründete Methodenwahl, Vergleich, Kennzahlen, Validierung und Grenzen der Aussage |
| Optimierung | Visualisierte Ergebnisse, Maßnahme, Nutzen, Kontrollkennzahl und Übergabe |
Der rote Faden
Auftrag, Ist-Zustand, Beteiligte, Ziel, Nutzen und Abgrenzung.
Anforderungen, Alternativen, Entscheidung, Wirtschaftlichkeit, Risiken und Qualität.
Eigene Arbeitsschritte, fachliche Begründungen, Probleme und Änderungen.
Tests, Soll-Ist-Vergleich, Zielerreichung, Abnahme und verbleibende Grenzen.
Zeit, Kosten, Qualität, Erkenntnisse und begründeter Ausblick.
Begründen statt aufzählen
Eine starke Dokumentation verbindet Tätigkeit und Entscheidung: Welche Anforderung bestand, welche Optionen waren realistisch, nach welchen Kriterien wurde gewählt und wodurch wurde das Ergebnis bestätigt? Produkt- oder Werkzeugnamen ersetzen diese Begründung nicht.
| Zu schwach | Bewertbar |
|---|---|
| „Werkzeug X wurde eingesetzt.“ | Anforderung, Alternativen, Auswahlkriterien und Auswirkung der Entscheidung erläutern. |
| „Anschließend wurde getestet.“ | Testfall, Sollwert, Methode, Istwert und Bewertung nennen. |
| „Das Ergebnis ist besser.“ | Vorher-Nachher-Wert, betriebliche Wirkung und Grenze der Aussage zeigen. |
Projekt- und Kundendokumentation trennen
Der Projektbericht richtet sich an den Prüfungsausschuss und erklärt Vorgehen und Entscheidungen. Kundendokumentation unterstützt die spätere Nutzung, Administration oder Weiterentwicklung. Beide werden zielgruppengerecht erstellt und enthalten keine unnötigen Geheimnisse oder personenbezogenen Daten.
- Abbildungen und Tabellen im Text erklären und sauber beschriften
- umfangreiche Rohdaten, Quelltexte oder Protokolle nur gezielt als Anlage verwenden
- Quellen, übernommene Inhalte und eingesetzte Hilfsmittel korrekt angeben
- regionale Form-, Umfangs- und Uploadvorgaben abschließend kontrollieren
Fachrichtungsspezifische Qualitätsbelege
- Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Konsistenz, Aktualität und Plausibilität messen
- Trainings-, Test- oder Vergleichsdaten sauber trennen, sofern ein Modell eingesetzt wird
- Verzerrungen, Ausreißer und Scheinkorrelationen fachlich prüfen
- Ergebnisse gegen Ausgangsfrage und Prozesswissen validieren
- Datenschutz, Zweckbindung, Löschung und Zugriffsrechte nachweisen
Quellen zur fachlichen Prüfung
PDF-Download nach Anmeldung
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