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Kapitel 09

9.1 Vom ER-Modell zu Tabellen

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Fachlich geprüftStand: 8. September 2026

Das Entity-Relationship-Modell beschreibt die Fachlichkeit. Beim Überführen in ein relationales Schema werden Entitätstypen zu Tabellen, Attribute zu Spalten und Beziehungen durch Fremdschlüssel oder Beziehungstabellen umgesetzt.

Abbildungsregeln

ER-BausteinRelationale Umsetzung
EntitätstypTabelle mit Primärschlüssel
Einfaches AttributSpalte mit geeignetem Datentyp
1:n-BeziehungFremdschlüssel auf der n-Seite
1:1-BeziehungFremdschlüssel plus UNIQUE; Seite nach Optionalität wählen
n:m-BeziehungZwischentabelle mit zwei Fremdschlüsseln und ggf. Beziehungsattributen
Mehrwertiges AttributEigene Tabelle mit einer Zeile je Wert

Beispiel Bestellung

Die Zwischentabelle löst die n:m-Beziehung zwischen Bestellung und Artikel auf. menge ist ein Attribut der Beziehung, weil sie sich auf genau diese Artikelzuordnung innerhalb einer Bestellung bezieht.

Tabellen aus dem Modell

CREATE TABLE bestellung (
  bestell_id BIGINT PRIMARY KEY,
  kunden_id BIGINT NOT NULL,
  bestellt_am DATE NOT NULL,
  FOREIGN KEY (kunden_id) REFERENCES kunde(kunden_id)
);
CREATE TABLE bestellposition (
  bestell_id BIGINT NOT NULL, artikel_id BIGINT NOT NULL,
  menge INT NOT NULL CHECK (menge > 0),
  PRIMARY KEY (bestell_id, artikel_id)
);

Das Schema validieren

  • Jede Tabelle besitzt einen stabilen Primärschlüssel.
  • Fremdschlüsseltypen passen exakt zu den referenzierten Schlüsseln.
  • NULL/NOT NULL bildet Optionalität ab.
  • UNIQUE und CHECK sichern fachliche Regeln.
  • Testdaten decken Mindest-, Höchst- und Fehlerfälle ab.
  • Namen sind konsistent und ohne mehrdeutige Abkürzungen.

Quellen zur fachlichen Prüfung

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