8.1 Datenanalyse für die Modellierung
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Fachlich geprüftStand: 8. September 2026
Vor dem ER-Modell steht die fachliche Analyse. Texte, Formulare und Gespräche enthalten Kandidaten für Entitäten und Attribute, aber auch Regeln, die nicht allein an Substantiven oder Verben erkannt werden können.
Anforderungen systematisch lesen
- Substantive als mögliche Entitäten oder Attribute markieren.
- Verben als mögliche Beziehungen und Prozesse prüfen.
- Mengenangaben und Wörter wie „muss“, „kann“, „genau ein“ oder „mehrere“ als Kardinalitäts- und Optionalitätshinweise erfassen.
- Eindeutige Identifikatoren, Wertebereiche, Lebenszyklen und Aufbewahrungsfristen klären.
- Synonyme vereinheitlichen und gleich klingende Begriffe fachlich trennen.
Fragen an die Fachseite
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Woran wird ein Objekt eindeutig erkannt? | Kandidatenschlüssel und Dublettenregeln |
| Kann die Zuordnung fehlen oder mehrfach vorkommen? | Optionalität und Kardinalität |
| Ändert sich ein Wert historisch? | Historisierung statt Überschreiben |
| Wer darf lesen oder ändern? | Berechtigungs- und Datenschutzmodell |
| Welche Auswertungen sind häufig? | Zugriffsmuster und spätere Indexplanung |
Ergebnis der Analyse
Das Ergebnis ist ein abgestimmtes Begriffsmodell mit Entitätstypen, Attributen, Schlüsseln, Beziehungen, Kardinalitäten und fachlichen Constraints. Beispieldaten dienen zur Plausibilisierung, dürfen Regeln aber nicht ersetzen.
Annahmen und offene Fragen werden dokumentiert. Erst nach fachlicher Freigabe sollte das logische Modell in Tabellen, Datentypen und Fremdschlüssel überführt werden.
Quellen zur fachlichen Prüfung
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