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Kapitel 11

11.1 Referenzielle Integrität und Konsistenz

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Fachlich geprüftStand: 8. September 2026

Integrität bedeutet, dass gespeicherte Daten definierte Regeln erfüllen. Referenzielle Integrität ist der Teil davon, der gültige Beziehungen zwischen Tabellen sicherstellt.

Constraints als Schutzschicht

ConstraintGesicherte Regel
PRIMARY KEYJede Zeile eindeutig und nicht NULL
FOREIGN KEYVerweis zeigt auf vorhandenen Schlüssel oder ist – falls erlaubt – NULL
UNIQUEKeine doppelten Werte beziehungsweise Wertkombinationen
NOT NULLWert muss vorhanden sein
CHECKWert erfüllt eine logische Bedingung
DEFAULTVorgabewert bei ausgelassener Angabe; keine Validierungsregel

Fremdschlüssel und Änderungsregeln

ON DELETE und ON UPDATE legen fest, was bei Änderungen am referenzierten Schlüssel geschieht. RESTRICT/NO ACTION verhindert die Änderung bei abhängigen Zeilen; CASCADE überträgt sie; SET NULL löst die Zuordnung, sofern NULL erlaubt ist. Die Wahl muss der Fachregel entsprechen – CASCADE ist keine allgemeine Bequemlichkeitsoption.

Explizite Referenzaktion

FOREIGN KEY (kunden_id) REFERENCES kunde(kunden_id)
  ON UPDATE RESTRICT
  ON DELETE RESTRICT

Konsistenz im Betrieb

Anwendungsvalidierung verbessert Rückmeldungen, ersetzt aber keine Datenbank-Constraints: Auf dieselbe Datenbank können mehrere Programme und Prozesse zugreifen.

  • Transaktionen bündeln zusammengehörige Änderungen.
  • Passende Isolationsstufen steuern Nebenläufigkeit und Sichtbarkeit.
  • Constraints sichern Regeln unabhängig von einzelnen Anwendungen.
  • Regelmäßige Backups müssen durch Wiederherstellungstests verifiziert werden.
  • Monitoring erkennt Fehler, Sperren, Replikationsrückstände und Kapazitätsengpässe.

Quellen zur fachlichen Prüfung

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