11.1 Referenzielle Integrität und Konsistenz
Integrität bedeutet, dass gespeicherte Daten definierte Regeln erfüllen. Referenzielle Integrität ist der Teil davon, der gültige Beziehungen zwischen Tabellen sicherstellt.
Constraints als Schutzschicht
| Constraint | Gesicherte Regel |
|---|---|
| PRIMARY KEY | Jede Zeile eindeutig und nicht NULL |
| FOREIGN KEY | Verweis zeigt auf vorhandenen Schlüssel oder ist – falls erlaubt – NULL |
| UNIQUE | Keine doppelten Werte beziehungsweise Wertkombinationen |
| NOT NULL | Wert muss vorhanden sein |
| CHECK | Wert erfüllt eine logische Bedingung |
| DEFAULT | Vorgabewert bei ausgelassener Angabe; keine Validierungsregel |
Fremdschlüssel und Änderungsregeln
ON DELETE und ON UPDATE legen fest, was bei Änderungen am referenzierten Schlüssel geschieht. RESTRICT/NO ACTION verhindert die Änderung bei abhängigen Zeilen; CASCADE überträgt sie; SET NULL löst die Zuordnung, sofern NULL erlaubt ist. Die Wahl muss der Fachregel entsprechen – CASCADE ist keine allgemeine Bequemlichkeitsoption.
Explizite Referenzaktion
FOREIGN KEY (kunden_id) REFERENCES kunde(kunden_id)
ON UPDATE RESTRICT
ON DELETE RESTRICTKonsistenz im Betrieb
Anwendungsvalidierung verbessert Rückmeldungen, ersetzt aber keine Datenbank-Constraints: Auf dieselbe Datenbank können mehrere Programme und Prozesse zugreifen.
- Transaktionen bündeln zusammengehörige Änderungen.
- Passende Isolationsstufen steuern Nebenläufigkeit und Sichtbarkeit.
- Constraints sichern Regeln unabhängig von einzelnen Anwendungen.
- Regelmäßige Backups müssen durch Wiederherstellungstests verifiziert werden.
- Monitoring erkennt Fehler, Sperren, Replikationsrückstände und Kapazitätsengpässe.
Quellen zur fachlichen Prüfung
PDF-Download nach Anmeldung
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