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Kapitel 06

6.1 Grundlagen der Datenbankmodellierung

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Fachlich geprüftStand: 8. September 2026

Datenbankmodellierung übersetzt einen fachlichen Ausschnitt der Realität in klar definierte Entitätstypen, Attribute, Beziehungen und Regeln. Ein gutes Modell verhindert Mehrdeutigkeiten, bevor SQL geschrieben wird.

Vom Gegenstand zum Datensatz

BegriffSaubere Bedeutung
EntitätEin konkretes unterscheidbares Objekt, z. B. Kunde 4711
EntitätstypMenge gleichartig beschriebener Entitäten; wird häufig zu einer Tabelle
AttributBeschreibendes Merkmal, z. B. E-Mail-Adresse
AttributwertKonkreter Wert eines Merkmals
TupelZeile im relationalen Modell
RelationMenge von Tupeln mit gleicher Struktur; praktisch als Tabelle dargestellt

Schlüssel

Ein Superschlüssel identifiziert Zeilen eindeutig. Ein Kandidatenschlüssel ist dabei minimal; einer wird als Primärschlüssel gewählt. Ein natürlicher Schlüssel stammt aus der Fachlichkeit, ein Surrogatschlüssel wird künstlich erzeugt. Ein zusammengesetzter Schlüssel besteht aus mehreren Attributen.

Ein Surrogatschlüssel macht fachliche Eindeutigkeit nicht überflüssig: Ist eine E-Mail-Adresse fachlich eindeutig, sollte zusätzlich ein UNIQUE-Constraint diese Regel sichern.

Beziehungen und Kardinalitäten

Kardinalitäten werden aus Fachregeln abgeleitet, nicht aus den gerade vorhandenen Beispieldaten.

  • 1:1 – einem Objekt ist höchstens ein Objekt der Gegenseite zugeordnet.
  • 1:n – einem Objekt können mehrere Objekte der Gegenseite zugeordnet sein; der Fremdschlüssel liegt typischerweise auf der n-Seite.
  • n:m – beide Seiten können mehrfach zugeordnet sein; im relationalen Modell wird eine Zwischentabelle benötigt.
  • Optionalität beschreibt, ob eine Teilnahme verpflichtend oder optional ist.

Quellen zur fachlichen Prüfung

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